Dr. Wabitsch Chirurgie
Dr. Wabitsch Chirurgie

Darmkrebs­vorsorge

Die Überlebenschance liegt bei über 90%, wenn der Krebs bereits im Frühstadium erkannt und behandelt wird. Früherkennung ist somit die effektivste Methode, um Darmkrebs zu bekämpfen. Die optimale Vorsorge bildet die Darmspiegelung. Darmpolypen sind eine Vorstufe von Darmkrebserkrankungen, diese können erkennbar oder für das Auge nicht sichtbar bluten. Die Ordination von Dr. Wabitsch kooperiert mit CARE Diagnostica, einem etabliertenösterreichischen Hersteller sog. FIT-Tests (Fecal Immunochemical Tests).

Diese zeigen nicht sichtbares Blut im Stuhl an. Die hohe Trefferquote (Sensitivität) dieses immunologischen Verfahrens ist klinisch getestet und durch Studien belegt. Sie können diesen Test in der Ordination von Dr. Wabitsch durchführen. Sollte der Test positiv sein, werden Sie umgehend von uns kontaktiert sowie über den Befund aufgeklät. Im nächsten Schritt ist eine zeitnahe Koloskopie durchzuführen.

Weiterführende Informationen

Koloskopie

Die Koloskopie (Darmspiegelung) ist ein medizinisches Verfahren zur Untersuchung des Dick- und Enddarms. Sie dient der Früherkennung von Darmkrebs, der Abklärung von Beschwerden wie Blut im Stuhl oder anhaltenden Verdauungsproblemen sowie der Entfernung von Polypen.

Ablauf der Koloskopie

Vorbereitung:

  • Der Darm muss vor der Untersuchung vollständig entleert sein. Dazu nimmt der Patient am Vortag eine spezielle Abführlösung ein und verzichtet auf feste Nahrung.
  • Die Untersuchung erfolgt meist unter einer leichten Sedierung oder Narkose, um den Eingriff angenehmer zu gestalten.

 

Durchführung:

  • Ein flexibles Endoskop (Koloskop) wird über den After in den Darm eingeführt. Das Koloskop ist mit einer Kamera ausgestattet, die Bilder der Darmschleimhaut in Echtzeit auf einen Monitor überträgt.
  • Der Arzt untersucht den gesamten Dickdarm auf Auffälligkeiten wie Polypen, Entzündungen oder Tumoren.
  • Falls erforderlich, können während der Untersuchung Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt werden.

 

Nach der Untersuchung

  • Nach der Koloskopie bleibt der Patient kurz zur Überwachung, bevor er nach Hause entlassen wird (bei Sedierung jedoch nur in Begleitung).
  • In den ersten Stunden kann es zu Blähungen oder leichtem Unwohlsein kommen, da während der Untersuchung Luft in den Darm eingebracht wird.
  • Falls Polypen entfernt oder Gewebeproben entnommen wurden, wird das entnommene Material im Labor untersucht.

 

Bedeutung der Koloskopie

Die Koloskopie ist die wichtigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Durch die rechtzeitige Entdeckung und Entfernung von Polypen kann das Risiko für Darmkrebs erheblich reduziert werden.

 

Polypen und Nachsorge nach Polypektomie

Sollten bei der Koloskopie Polypen entdeckt werden, können diese bei der Untersuchung direkt entfernt werden. Dickdarmpolypen sind Schleimhautwucherungen, die aus der Darmschleimhaut in das Darminnere hineinragen. Je nach ihrem äußeren Erscheinungsbild und den mikroskopischen Gewebeeigenschaften werden sie in verschiedene Typen unterteilt.

 

Arten von Dickdarmpolypen

Hyperplastische Polypen

Diese machen etwa ein Drittel aller entdeckten Polypen aus und haben ein sehr geringes Entartungsrisiko. Daher gelten sie in der Regel nicht als Krebsvorstufe. Allerdings werden größere hyperplastische Polypen (über 1 cm) zunehmend als potenzielle Vorläufer sogenannter serratierter Adenome betrachtet. Hier erfolgt das Nachsorgeschema wie bei klassischen Adenome (siehe unten).

 

Adenome

Rund zwei Drittel aller Polypen sind Adenome, die aus dem Drüsengewebe der Darmschleimhaut entstehen. Sie wachsen langsam, etwa einen Millimeter pro Jahr, sodass es oft Jahre dauert, bis sie sich zu einer bösartigen Veränderung entwickeln. Eine besondere Form sind sessile Adenome, die sich durch spezifische histologische Merkmale von klassischen Adenomen (tubulär, villös, tubulovillös) unterscheiden und ein erhöhtes Entartungspotenzial aufweisen.

 

Hamartomatöse Polypen

Diese sind selten und treten häufig im Zusammenhang mit genetisch bedingten Erkrankungen wie dem Peutz-Jeghers-Syndrom oder der Familiären Juvenilen Polyposis auf. Obwohl ihr Entartungsrisiko gering ist, ist es im Vergleich zur Normalbevölkerung statistisch erhöht.

 

Zusammenhang zwischen Polypen und Darmkrebs

Polypen können je nach Größe, Anzahl und histologischem Typ entarten. Studien zeigen, dass in über 95 % der Fälle von Dickdarmkrebs, die bösartige Tumorbildung in einem mehrstufigen Prozess aus Polypen hervorgeht. Daher ist ihre frühzeitige Erkennung und Entfernung ein entscheidender Faktor in der Darmkrebsvorsorge. Das Nachsorgeschema nach einer Polypektomie hängt von der Anzahl und dem histologischen Typ des entfernten Polypen ab:

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Ich kann Ihnen rasche Termine und ausreichend Zeit für das persönliche Gespräch sowie eine umfassende Betreuung anbieten. Sie können gerne jederzeit telefonisch oder online einen Termin vereinbaren.

Kontakt

Dr. Simon Wabitsch

Servitengasse 10/15
1090 Wien

+43 1 786 676 71 80
office@wabitsch-chirurgie.at